Zusammenfassung des Symposiums „Querdenker gesucht - Demenz aus anderen Blickwinkeln“ am
12. Oktober 2011
Der Tag startete wie gewohnt um 8.00 Uhr für uns Schüler. Wir lieferten unsere frisch gebackenen Kuchen und selbst gerollten Rum- und Energiekugeln ab und versuchten uns erst einmal einen Überblick über das kontrollierte Chaos zu verschaffen, das im Schulhaus herrschte.
Gegen 8.15 Uhr trudelten die Gäste ein und wir „frühstückten“ alle zusammen im Stehkaffee, wo sich bereits Gespräche über die Erwartungen des heutigen Tages ergaben.
Um 9.00 Uhr, nach einer zerbrochenen Uhr und dem Beheben des typischen technischen Problems, begann dann schließlich das Symposium mit einer Begrüßung durch Herrn Romeis. Die Frage, wer (außer der Berufsfachschule für Altenpflege) dieses Jahr noch 30 wird, meldete sich Frau Salomon sofort J. Mit dem Satz „Querdenken kann zum Nobelpreis führen“, gab Herr Romeis das Wort weiter an Dr. Kern, den Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Bamberg-Forchheim e.V. , der nochmals alle Gäste willkommen hieß und feststellte, dass die Bretter, die wir im Bereich Altenpflege und im Speziellen Demenz zu bohren haben sehr dick sind.
Um 9.15 Uhr übernahm Herr Dr. Dieter Hofmann das Wort mit seinem Beitrag „Das ABC der Demenz- von Angst bis Zärtlichkeit“ gab er uns einen Einblick in die Art und Weise, wie wir als Pflegekräfte mit der Krankheit Demenz umgehen sollten und welche Aspekte eine sehr große Bedeutung beim Umgang mit dementen Menschen besitzen, wie Gerüche, Essen, Zuneigung, körperliche Nähe, Lachen, usw. Ein Zitat von Dr. Hofmann, das mir noch heute in Erinnerung geblieben ist „Das Leben ist zum Lachen, also lasst uns schmunzeln, dann vergehen die Runzeln“.
Um 10.15 Uhr gab es erst einmal eine Kaffeepause. Die Gäste stärkten sich mit einem Getränk, Rumkugeln oder kleinen Häppchen unseres frisch gebackenen Kuchens, um sich um 10.30 Uhr wieder im Klassenraum zusammenzufinden, nachdem uns Frau Riemann mit einem Glöckchen das Zeichen gab unsere Pause nun langsam zu beenden.
Dr. Lehfeld fuhr fort mir dem Beitrag „Das Gehirn -mehr als ein Chip?“ in dem er uns aufklärte über die Gesundheit und Krankheit des Vergessens.
Danach erzählte uns Herr Thomas Böckelmann über die demenzgerechte Innenraumausstattung in Pflegeheimen. Er stellte uns sehr viele unterschiedliche Ideen und Möglichkeiten vor, wie man Flure, Zimmer, Speisesäle, Küchen, Stationszimmer, usw. in Pflegeheimen durch unterschiedliche Bodenbeläge, Gegenstände, Möbel oder Tapeten demenzgerecht ausstatten kann. Was eine angeregte Diskussion über LED-Lichter in Kleiderschränken auslöste. Die Meinungen darüber gingen weit auseinander, von „Mein Opa würde denken es brennt im Schrank“ bis „demente Menschen brauchen sehr viel Licht und Helligkeit, da sie sehr oft am Umräumen usw. sind“.
Nun hatten wir Mittagspause. Es wurde mit Schnitzel mit Kartoffelsalat und Tortellini mit Tomatensoße für das leibliche Wohl und eine gute Stärkung gesorgt, bis wir wieder das Glöckchen ertönen hörten und uns langsam wieder um 13.45 Uhr im Klassenraum einfanden.
Mit einem Erfahrungsbericht über eine ambulante Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz in Obersteinbach, zog uns Herr Heiner Dehner, der Gründer dieser Wohngruppe, in seinen Bann. Mit dem Film „Lulu, der Professor und die Sängerin“, der unterschiedliche Bewohner der Wohngruppe und deren Leben vorstellte und mit etwaigen Anekdoten aus deren Alltag brachte er uns immer wieder zum Schmunzeln.
Um 15.00 Uhr gab es die letzte Stärkung des Tages, Kaffee und Kuchen bzw. Rum- und Energiekugeln (die sehr beliebt waren!). Die Begeisterung über die Wohngruppe für demente Menschen war fast nicht mehr zu bremsen und es gab sogar Schüler, die für die Zukunft Pläne schmiedeten auch eine solche Wohngruppe gründen zu wollen. Gut gestärkt und leicht erschöpft aber dennoch motiviert vernahmen wir wiederum das Klingelzeichen von Frau Riemann um uns wieder in den Klassenraum zu begeben.
Dort erzählte uns Frau Friederike Leuthe etwas über das ganzheitliche Aktivierungsprogramm MAKS aktiv, welches eine Motorische, Alltagspraktische, Kognitive und Spirituelle Aktivierungsmethode für demenzkranke Menschen darstellt.
MAKS aktiv war ein Leuchtturmprojekt, das in Zusammenarbeit mit der Diakonie Neuendettelsau und der Uniklinik Erlangen durchgeführt wurde mit u.a. dem Ziel die Lebensqualität dementer Menschen deutlich zu verbessern.
Gegen 16.20 Uhr übernahm Herr Romeis das Wort. Er fasste nochmals das über den ganzen Tag Gehörte zusammen und bedankte sich bei den Rednern und den Gästen für deren Aufmerksamkeit und entließ uns in einen regnerischen Nachmittag.
Alles in Allem war das Symposium für alle eine Bereicherung. Es machte Spaß zuzuhören und alle Vorträge wurden sehr kurzweilig gestaltet. Im Bereich Demenz sind durchaus einige Querdenker zu finden, die auch motiviert sind etwas zu verändern oder neue Methoden zu entwickeln wie man mit der Erkrankung Demenz und deren Betroffenen, seien es Patienten oder deren Angehörige, besser umgehen und arbeiten kann.
Alexandra Lang
Kurs 28

