Lernen durch lehren
Lernen durch Lehren hieß es für uns, den Kurs 30, am 7. Dezember 2011. Lernen durch Lehren (kurz LdL) ist eine handlungsorientierte Unterrichtsmethode, in der Schüler lernen, indem sie sich den Unterichtsstoff gegenseitig beibringen.In unserem Fall war es der Kurs 28, der uns an diesem Tag neuen Lernstoff vermittelte. Gespannt wurde das Thema, welches bis zum Beginn des LdL`s geheim gehalten wurde, erwartet: An-und Auskleiden der oberen und unteren Extremitäten bei Hemiplegie bzw. Hemiparese, die kinästhetische Streichung und das Bewegen eine Bewohners im Bett waren die Themen. Sowohl der Kurs 28 als auch wir teilten uns in insgesamt 4 bzw. 5 Einzelgruppen auf und mithilfe eines Laufplans begab sich nun jede Gruppe zu ihrer ersten Station. Unsere erste Lerneinheit war das An-und Auskleiden der unteren Extremitäten mit Hemiplegie oder Hemiparese, was wir alle erst praktisch gezeigt und geduldig erklärt bekamen und anschließend gegenseitig an unseren Gruppenmitgliedern geübt haben.Gar nicht so einfach, aber mit ein paar praktischen Tipps unserer Anleiter doch gut lösbar. Weiter ging es für uns mit der kinästhetischen Streichung, einer Methode um vor allem bettlägrigen Bewohnern ihre Körpergrenzen und Körpergefühl wieder verstärkt spüren zu lassen. Auch hier wurde erst alles erklärt und anschließend vorgemacht, dann waren wir erneut an der Reihe. Eine ziemlich angenehme Sache, so eine kinästhetische Streichung. Die nächste Anlaufstelle war das An-und Auskleiden der oberen Extremitäten, ebenfalls mit Hemiplegie bzw. Hemiparese. Ziemlich beeindruckend, wie einfach man sich solch auf den ersten Blick recht komplizierte Aufgaben gestalten kann. Wie bei den vorherigen Gruppen auch, bekamen wir hier wieder genügend Möglichkeit, praktisch zu üben, wir schlüpften sowohl in die Rolle der Pflegekraft als auch in die der Bewohner, so bekamen wir ein besseres Empfinden für den Sachverhalt. Unser letztes Thema war das Bewegen eines Bewohners im Bett mithilfe der spiralförmigen Bewegung, und das Aufsetzen eines Bewohners. Diese Technik sieht ziemlich knifflig aus, aber die „Großen“ aus dem Kurs 28 zeigten uns, dass es gar nicht so eine große Kunst ist, wenn man ein paar mal geübt hat, was wir dann auch taten, und siehe da, binnen weniger Minuten lag jeder von uns ordentlich im Bett und Spaß hatten wir auch noch.
Sehr hilfreich für uns war auch, dass sich jede Anleitergruppe Wiederholungsfragen überlegt hatte, die wir nachdem wir jeweils Theorie und praktische Übungen zu dem Thema hatten, meist gut beantworten konnten.
Abschließend lässt sich sagen, dass wir, der Kurz 30 an diesem Tag sehr viel Freude hatte und vor allem viel Neues gelernt hat. Wir würden uns auf ein neues LdL sehr freuen und sagen an dieser Stelle: „ Danke, lieber Kurs 28!“
Cindy Pöhlmann und Iris Patzolt
Bilder dazu gibts in der AnsehBar


